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Südamerika

       
Allgemein
Geologie
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Flora
Fauna



Allgemein:

Südamerika ist der viertgrößte der sieben Kontinente. Die Fläche Südamerikas beträgt ca. 17,8 Millionen Quadratkilometer. Südamerika ist mit einer Festlandbrücke durch Panama mit Mittel- und Nordamerika verbunden. Südamerika umfasst folgende Staaten: Brasilien, Bolivien, Argentinien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Paraguay, Uruguay, Peru, Venezuela, Guyana, Surinam und Französisch-Guayana sowie einige weiter entfernte Inseln wie die Osterinsel, die Juan-Fernandez-Inseln, die Galapagos Inseln, die Fernando-Noronha-Inseln und die Falkland Inseln.

In Südamerika leben ca. 304 Millionen Menschen.


Geologie:

Die ältesten Teile Südamerikas sind vor über 570 Millionen Jahren entstanden. Dazu zählen im Norden und Osten das Brasilianische Bergland und das von Guyana. Im südlichen Brasilien findet man jüngere Basalte mit Fossilien die aus Afrika stammen. Das bestätigt die Theorie das Südamerika früher eine Landmasse mit Afrika war.

Im Mesozoikum hoben sich die, durch Erosion im Meer abgelagerten Sedimente und bildeten neue Gebirge. Dieser Vorgang setzte sich im Tertiär fort, begleitet von Vulkanismus. Diese Vulkane sind auch heute noch an den Stellen, an denen sich die pazifische unter die südamerikanische Platte schiebt, aktiv.


Regionen:

1. Die Anden. Diese relativ junge Hochgebirge entstand im Tertiär und erhebt sich steil entlang der pazifischen Küste. In Venezuela, Chile und Argentinien sind sie eine durchgehende Gebirgskette. Im mittleren Teil spalten sich die Anden zu zwei bzw. drei parallelen Gebirgen auf. 25 Gipfel der Anden erreichen die 5000 m Marke, darunter sind auch viele Vulkane – die meisten in Chile, Peru und Bolivien.

2. Das Bergland von Guyana und Brasilien. Das Gebiet wird von großen Tafelländern gebildet, aus denen große Tafelberge herausragen. Das Gestein dieser verwitterten Berge ist rötlich und unfruchtbar. In den Ebenen gibt es größtenteils sehr fruchtbare Gebiete, die aber aufgrund ihres Klimas kaum genützt werden.

3. Die Tieflandregionen. Die nördlichste dieser Regionen ist das Orinocobecken, welches aus Schwemmland, flachen Tafelbergen und weitläufigen Flusssystemen besteht. Das Amazonasbecken ist ein leicht hügeliges Gelände.  Die Ebenen des Gran Chaco und der Pampa liegen im Süden und gehen in die Sumpfgebiete von Paraguay über. Der südliche Rand des Kontinents weist kaum Buchten auf. Nur ganz im Süden gibt es einige Fjorde, die weit ins Landesinnere ragen.


Flora:

Der Regenwald von Südamerika ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde. Er bedeckt einen Großteil der Äquatorialzone Südamerikas einschließlich der Küste Brasiliens und der tieferen Lagen der Anden und besteht aus tropischen Harthölzern, Baumfarnen, Bambus und Lianen.  Entlang des Amazonas gibt es ein paar Sonderformen des Waldes, die sich je nach Wasserstand des Amazonas richten. In den Sumpfwäldern der Überschwemmungsgebiete ist das Artenspektrum kleiner, die vorkommenden Bäume auch niedriger.

Die Küste von Venezuela, des nördlichen Brasiliens und des Gran Chaco wird von Buschland und Trockenwäldern bedeckt. Zwischen diesen eher trockenen Regionen und dem Regenwald liegen von hohem Gras (Savannen) sowie von Strauchwerk und Gras bewachsene Gebiete.

In den südlichen Bereichen Brasiliens gedeihen subtropische Feuchtwälder und tropische Trockenwälder. Im Bereich vom Gran Chaco wachsen Grasland und Dornensträucher. Die flachen Pampas im Kernraum Argentiniens bilden die größte Graslandzone in den gemäßigten Klimazonen Südamerikas. Im Süden schließt sich eine Dornbuschzone an. Das kühle, trockene Patagonien ist von niedrigen Sträuchern und Büschelgräsern bewachsen. An den trockensten Standorten herrschen halbwüstenhafte Bedingungen vor.

Die tropischen Gebiete der Anden sind in Höhen bis zu 3 000 Meter mit Nebelwald bedeckt. Dominierende Pflanzen sind tropische Epiphyten und Baumfarne. Oberhalb der Waldgrenze sind Graslandschaften (Páramo) die wichtigsten Vegetationsformationen. Typische Vertreter der Flora sind Schopfrosettenpflanzen. Mit zunehmender Höhe wird diese Formation von der Puna abgelöst. In diesem Grasland fehlen Schopfrosettenpflanzen; verbreitet treten in der Puna Dornsträucher und Polsterpflanzen auf. Puna ist auch in den nach Süden anschließenden Gebieten der Anden verbreitet. Sie gedeiht in den Hochebenen Perus, Boliviens, des nördlichen Chile und des nördlichen Argentinien in etwas tieferen Lagen als in tropischen Breiten. Die Küstenhregionen am Pazifik sind trocken.


Fauna:

Südamerika, Mittelamerika, das mexikanische Tiefland und die Karibik werden zu einer eigenständigen tiergeographischen Region, der Neotropis, zusammengefasst. Charakteristisch für die Tierwelt sind ihre Artenvielfalt bedingt durch das bunte Mosaik an unterschiedlichen Lebensräumen und die große Zahl endemischer Tiergruppen, die keinerlei Verwandtschaft mit Tieren anderer Kontinente einschließlich Nordamerikas nördlich des mexikanischen Hochlands aufweisen. Ein Hauptgrund ist die relative Isolierung Südamerikas von anderen Kontinenten.

Nur in dieser Region vorkommende Säugetiere sind zwei Affenarten, die sich stark von jenen der Alten Welt unterscheiden, Blut saugende Fledermäuse und viele seltene Nagetiere. Für diesen Kontinent sind auch Vikunjas, Guanakos, Alpakas, Jaguare, Nabelschweine (Pekaris), große Ameisenbären und Nasenbären typisch. Überaus artenreich präsentiert sich die Vogelwelt. Aufgrund des großen Spektrums unterschiedlicher Arten wurde Südamerika schon als „Vogelkontinent” bezeichnet. Es gibt mehr als 20 Familien und etwa 600 Arten rein neotropischer Vögel. Andere Familien sind hauptsächlich in Südamerika anzutreffen, darunter Kolibris (500 Arten), Tangaras (Prachtmeisen) und Langschwanzpapageien (Aras) sowie eine Reihe von Seevögeln. Zu den größten Vögeln gehören Nandu, Kondor und Flamingo. Unter den Kriechtieren (Reptilien) findet man Boas, Anakondas, Leguane, Kaimane und Krokodile. Süßwasserfische sind in einer großen Artenvielfalt vertreten. Auch viele Insekten und andere wirbellose Tiere haben nur hier ihren Lebensraum. Mit Exemplaren von mehr als 10 000 verschiedenen Arten ist die Schmetterlingsfauna die bunteste auf der Erde.

Aufgrund der noch geringen Erschließung weiter Teile des tropischen Regenwaldes und der Hochlagen der Anden können über die genaue Anzahl der in Südamerika lebenden Tierarten nur Mutmaßungen angestellt werden. Wahrscheinlich leben mehr als vier Fünftel aller Arten innerhalb der tiergeographischen Grenzen des Kontinents. Die Galápagos-Inseln sind als Lebensraum großer Landschildkröten und anderer einzigartiger Kriechtiere sowie einer spezifischen Vogelwelt bekannt geworden.

 

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