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Amerika Info | |||||||||||||||||||||||
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Sagen von einer großen, im Weltmeer außerhalb der Säulen des Herkules gelegenen Insel Atlantis bei Platon, dann Diodors Bericht, wonach Phöniker, vom Sturm verschlagen, weit im Westen von Afrika ein fruchtbares, wohlgewässertes, waldreiches Eiland gefunden haben sollen, geben ebenso wenig wie die Trümmer altamerikanischer Kunst, die griechisch- oder phönizisch-ägyptisches Gepräge zu tragen scheinen, eine Berechtigung zu der Annahme, dass der westliche Kontinent schon von Seefahrern des Altertums gefunden worden sei. Auf die Möglichkeit, dass von China aus über Kamtschatka schon im 5. Jahrhundert n. Chr., Verbindungen mit Amerika stattgefunden haben könnten, hat De Guignes (Erschaffer der Geschichte der Mongolen) 1761 hingewiesen. Er versuchte zu zeigen, dass die Chinesen Amerika unter dem Namen Jufang getarnt hätten. Spätere Untersuchungen (Klaproth 1831, Baumann 1889, Schlegl 1892) haben aber erwiesen, dass die geographische Kenntnis der Chinesen nicht über Sachalin hinausgereicht hat, und dass Jufang einfach diese Insel bezeichnet, während die neuerliche Auffindung angeblicher chinesischer Kulturhinterlassenschaften in der Gegend der mexikanischen Cafas Grandes (1901) keinerlei inneren Halt zu haben scheint. Von Europa aus fanden zuerst die Normannen den Weg nach Westen. Erik der Rote erreichte 983 von Island aus Grönland und gründete an dessen Westküste eine Kolonie, die später zwei Städte, 16 Kirchen, 2 Klöster und 100 Weiler umfasste und unter einem eigenen Bischof stand. Im Jahr 1000 betrat Eriks Sohn Leif als erster Europäer Amerika, verfolgte diese Entdeckung weiter und erreichte Helluland (Steinland), Wartland (Waldland) und Binland (Weinland, von der amerikanischen Rebe). In der Folge wurden von Leifs Brüdern unter anderem verschiedene Binlandfahrten sowie auch Besiedelungsversuche unternommen, was sowohl durch alte Runensteinfunde an der Ostküste Nordamerikas (bei Dighton, in Massachusetts, in Neuschottland) als auch durch unanfechtbare isländische Aufzeichnungen bezeugt ist. Im 12. Jahrhundert unternahm sogar ein Bischof die Reise nach Binland, und noch 1368 holten sich die grönländischen Normannen aus dem benachbarten Warland mit ihren Schiffen Bauholz. Die Normannenkolonien Grönlands gerieten aber durch Seuchen, Hungersnot und Aufgrund des Klimas sowie durch Angriffe der Eskimos und Ausbleiben des Nachschubes aus dem Mutterland in so argen Verfall, dass die Überlebenden schließlich in den Eskimos aufgingen. In dem nordamerikanischen Weinland hatten bereits die ersten Berührungen mit den Indianern zu blutigen Kämpfen geführt, so dass die dortigen Siedlungen niemals in größerer Ausdehnung gediehen. So konnte es geschehen, dass die Entdeckung der Normannen, von der die Kunde bis nach Deutschland drang, nirgends als großes Weltereignis empfunden wurde und wieder in Vergessenheit geriet und eine bloße Vorentdeckung blieb. Der Ruhm der eigentlichen Entdeckung Amerikas gebührt also dem Genuesen Christoph Kolumbus. Mit drei ärmlich ausgerüsteten Karavellen segelte er, um auf einem Westweg nach China und Japan zu gelangen, 3 August 1492 von Palos aus, betrat am 12. Oktober die Bahamainsel Guanahani, am 28. Oktober Cuba und am 6. Dezember Haiti, während er auf einer 1493 – 96 unternommenen zweiten Reise dazu die Inseln Puerto Rico und Jamaika, auf der dritten (1498-1500) Trinidad und das südamerikanische Festland (Venezuela) und auf der vierten (1502-1504) das mittelamerikanische Festland auffand. Der Erfolg der ersten Reise wurde aber in Europa als ein so Epochenmachendes Ereignis empfunden, dass sich andere angeregt fühlten, dem Beispiel des Kolumbus zu folgen, darunter John Gabot, ein anderer Genuese und seinem Landsmann an Unternehmungsgeist verwandt, der 1497 mit zwei von dem englischen König Heinrich VII. erhaltenen Karavellen und begleitet von seinem Sohn Sebastian annähernd dieselben Gestade auffand, welche die Normannen 500 Jahre früher entdeckt hatten (Neufundland), während Sebastian Gabot nach dem Tode seines Vaters auf einer zweiten Fahrt zur Suche nach einer nordwestlichen Durchfahrt nach China an der Küste von Labrador bis zum 58 nördlichen Breitengrad vordrang und dann die Ostküste von Nordamerika mindestens bis um Kap Hatteras südwärts verfolgte. Desgleichen unternahmen die Portugiesen Gafpar und Miguel Cortereal 1501 und 1502 Entdeckerfahrten nach Neufundland, Neuschottland, Labrador, und der Fischreichtum der Neufundlandbänke lockte seit 1504 zahlreiche baltische, bretonische und normannische Fischer dahin. Der französische König Franz I. entsandte 1524 den Florentiner Giovanni Berazzano und 1534 Jean Cartier, und während ersterer die ganze Ostküste von Nordamerika zwischen Neufund land und dem 34 nördlichen Breitengrad erforschte und unter anderem in die New York Bay und Narragansetbay eindrang, legte letzterer am Lorenzgolf den Grundstein zu einem nordamerikanischen Neufrankreich und erkannte im Lorenzstrom , auf dem die Indianerstadt Hochelaga (heutiges Montreal) erreichte, eine der natürlichen Hauptstraßen in das Innere des Kontinents. Auch die Spanier bemühten sich in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts auf das eifrigste, das durch Kolumbus eingeleitete Entdeckungs- und Eroberungswerk von Westindien aus nach den verschiedenen Himmelsrichtungen weiter auszudehnen. So betraten Pinzon und Diaz 1507 Yucatan, umsegelte Dcampo 1508 Cuba, erspähte Balboa von einem Berg auf der Landenge von Panama 1513 den „Stillen Ozean“ und erreichten Ferdinand von Cordoba und Juan de Grijalva 1518 Campeche und Tabasco. Vor allem aber führte Ferdinand Cortez 1519 seinen berühmten Zug gegen Merigo aus, durch den er das Reich Montezumas zerstörte und der spanischen Herrschaft einen ersten feinen Halt auf dem amerikanischen Kontinent schuf. Pedro de Alvarado eroberte 1524 Guatemala und das Isthmusland. In der Richtung aus Nordamerika gelangte Bonce de Leon 1513 nach Florida, und Alvarez Pineda umfuhr zur Aufsuchung einer westlichen Durchfahrt den Golf von Mexiko 1518 (oder 1519) in seiner ganzen Ausdehnung. Der Zug von Pansilo de Rarvaez durch die nordamerikanische Golfniederung (1528) endete mit dem Untergang der stattlichen Expedition, und ähnliches war der Fall mit dem großen Zug von Fernando de Soto durch Georgia und Tennessee zum Mississippi (1539-42). Ebenso hatten die Fahrten von Esteban Gomez und Basquez (1524-26) an der atlantischen Küste bis gegen Kap Hatteras keine weitere Folge. Erfolgreicher wurde unter der Führung und tätigen Teilnahme von Ferdinand Cortez in dem kordillerischen Teil von Nordamerika geforscht , und während durch Mendoza (1531) , Grijalva (1533), Francisco de Ullva (1539) und Fernando de Marcon (1540) der kalifornische Golf und die niederkalifornische Halbinsel bekannt wurden, unterwarf Guzman das ganze nördliche Mexiko (1530), und führte Coronado eine große Überlandexpedition nach den sagenhaften „Sieben Städten von Duivira“ (1540-42), dabei einen ersten Einblick in die trostlose Wüstennatur der Plateaus von Arizona und New Mexico und ihre großartigen Canonschluchten gewinnend. An der pazifischen Küste drang Cabrillo (1542) bis gegen das goldene Tor und Kap Mendocino vor. Für England hatten die Fahrten der beiden Gabots keinerlei greifbare Früchte mit sich gebracht, während die ersten französischen Kolonisationsversuche am Lorenzstrom traurig gescheitert waren. In Folge dessen geschah von dieser Seite lange nichts, die gemachten Entdeckungen weiter zu verfolgen. Erst Martin Frohbisher (1576-78) und John Davis (1585-87) nahmen die Bemühungen um eine nordwestliche Durchfahrt nach China und Indien von neuem auf (Nordpolarexpeditionen), und Henry Hudson drang dabei 1609 auf dem nach ihn benannten Strom bis Albana binnenwärts, in der nach ihm benannten Hudsonbai aber 1610 bis in den südlichsten Winkel, während Humphrey Gilbert 1583 Neufundland für England in Besitz nahm und Gosnold und Bring 1602-1606 die Küsten Neuenglands auf ihre Besiedelungsfähigkeit untersuchten. Ein von Frankreich aus unternommener Kolonisationsversuch in Nordostflorida (1562 bis 1564) führte zur Niedermetzelung der Kolonisten durch die Spanier, und eine erste englische Kolonie, die Walter Raleigh (1584-87) durch Umadas und Barlow auf der nordkarolinischen Küsteninsel Roanote ins Leben rief, ging durch die Angriffe der Eingeborenen spurlos zu Grunde. Die erste dauernde Koloniegründung der Engländer war Jamestown in Birginien durch John Smith 1607, die der Franzosen Quebec 1608, während die Gründung von New York durch die Holländer 1614, von Plymouth durch die Pilgrimväter 1620 erfolgte. Das Vordringen in das Innere von der so gewonnenen Basis erfolgte aber nur auf dem Lorenz und Ottawastrom einigermaßen rasch, da Allen die Feindschaft der Indianer zu gegenwärtig war. Champlain erreichte 1615 den Huronensee, Ricolet 1635 den Michigansee und Raymbault 1641 den Obern See. Die Jesuitenmissionare Menard (1661), Marquette und Joliet (1673) und Hennepin (1680) gelangten dann zum oberen Mississippi, und der Ritter La Galle war 1673-87 rastlos tätig, diesen Strom sowie das Illinois- und Ohiogebiet genauer zu erforschen und die französische Herrschaft bis hinab zur Mississippimündung , die er 1682 auf einer Talfahrt erreichte, zu beseitigen. Sein Werk wurde in der Golfgegend, besonders von Aberville (1705), die wissenschaftliche Forschung weiter fortgesetzt. Riverville (1751) und Berenderhe (1755) gelangten auch an das Felsengebirge, von dem Lahontan 1689 die erste Kunde aus den Indianerberichten gewonnen hatte. Die Gründung von St. Augustine in Florida durch die Spanier (1565) hatte kein tieferes Eindringen in das innere Land zur Folge, ebenso wenig die Gründung von Pensacola (1696). Die Gründung von Santa Fe durch Dnate (1611) führte erst 1776 zu dem Vordringen Escalantes bis an den großen Salzsee. Etwas eifriger wurde unter spanischer Ägide nur in Kalifornien und an den Küsten des Stillen Ozeans geforscht, von wo namentlich die Fahrten Belascos (1564), de Fucas (1592) und Biscainos (1595-1603) sowie die Missionsreisen der Jesuiten (1683-1703), Salvatierra (1697), Sedelmaher (1714) und Consakt (1746) sowie des Franziskaners Serra (1769) und die damit verknüpfte Gründung von San Diego (1769), Montereh (1770), San Francisco (1776), Los Angeles (1791) zu verzeichnen sind. Von den britischen Siedlungen an der atlantischen Küste gelangten die „Glaubensboten“ Post und Zeisberger erst um 1750 nach dem mittleren Ohio und wenig später auch die Pioniere Boone, Henderson und Adair, während William Bertram 1773 eine wissenschaftliche Forschungsreise in den südlichen Appalachen , in Florida und in der Golfniederung ausführte. Um die gleiche Zeit war die endgültige Verdrängung der französischen Herrschaft aus Kanada und vom oberen Mississippi erfolgt, und infolgedessen ist die Entschleierung der weiter westlich und nördlich gelegenen Landschaften von da ab wesentlich britischen Reisenden zu verdanken: Hearne drang 1770 bis zum Kupferminenfluss, Carver 1766 sowie Thompson seit 1784 tief in das Felsengebirge und Madenzie 1789 in das Gebiet des nach ihm benannten Stromes sowie nach dem Stillen Ozean. Zur See hatte Franz Drake bereits 1578 einen Vorstoß bis an die Küste von Oregon ausgeführt und die Gegend als Neu-Allbion für England in Anspruch genommen. Dann blieben die Fahrten in den nordwestlichen Gewässern aber russischen Expeditionen überlassen: Unter Deshnew, der 1648 die Beringstraße durchfuhr, Bering (1728-41), Tschirikow (1741); und erst Cook (1778), Gray (1791) und Bancouver (1792) nahmen die anfänglichen Bemühungen daselbst mit Nachdruck wieder auf, ungefähr zu der gleichen Zeit, als auch die Spanier durch Perez (1774), Martniez (1788), Cuadra und Malapina (1791) wieder größeren Eifer zeigten und unter La Perouse (1786) auch eine französische Expedition dahin entsandt wurde. Am Anfang des 19. Jahrhunderts trat die Forschungsarbeit in Nordamerika in ein verändertes Stadium dadurch, dass die Zentralregierung sowie die Einzelregierungen der Vereinigten Staaten sich ihrer in kräftiger Weise annahmen. So zogen auf Th. Jeffersons Betreiben Lewis und Clark 1803 – 1805 vom Gebiete des Missouri zum unteren Columbia, Pike aber erforschte im Auftrag des Kriegsministers 1805 – 1807 das Felsengebirge von Colorado und New Mexico, Long (1819-23) das Felsengebirge und sein Prärienvorland sowie das obere Mississippigebiet, Bonneville (1832-36) Utah und Nevada, Featherstonaugh (1834 – 35) die Ozark- und mittlere Präriegegend, Scoolcraft (1832) und Ricollet (1836-40) die Mississippiquellgegend, Owen (1837-47) Wisconsin, Fremont (1842-45) den mittleren Überlandweg nach Kalifornien, Wislicenus (1846) New Mexico, Whitney (1847-50) die Uferlandschaften des Oberen Sees und (seit 1860) die Sierra Nevada und das kalifornische Küstengebirge, Stansburg (1849-50) die Salzseegegend, March (1851-52) und Emorg (1855-56) Texas und die mexikanische Grenzgegend, Whipple sowie Grunison und Bedwith (1853-54) das Hochgebirge an den Duellflüssen des Arkansas, Cook (1846) und Willamson mit Parke und Ubott (1853-55) die Wüsten und Gebirge Kaliforniens, Yves mit Newberrg und Möllhausen (1857-59) die Colorado Canons und Coloradoplateaus und Warren (1857) sowie Jenneg (1875) die Black Hills von Dakota. In größtem Stil angelegt und ergebnisreich waren aber die Expeditionen Kings am 40. Parallelkreise (1867-72), Wheelers am 100. westlichen Meridian (1871-79), Powells auf dem Colorado (1869) und Handens nach der westlichen Prärie und dem nördlichen Felsengebirge (1869-72). Diese Expeditionen führten auch zur Organisation der vereinsstaatlichen „Geological and Geographical Survey“ mit ihrem stattlichen Stab von Gelehrten, in deren Händen die gründlichere Durchforschung des Unionsgebiets seither gelegen hat. Außer Handen und Powell waren darunter hervorragend: Gilbert, Russell, Dutton, Gannett, Walcott, Mc Gee, Campbell, Becker, Diller, Lindgren, Turner u.a. Die systematischen Küstenaufnahmen und Vermessungen der „Coast and Geodetic Survey“ datierten seit 1807, wurden 1848 auf die pazifische Küste ausgedehnt und führten 1872-97 zu einer großen transkontinentalen Triangulation (unter dem 39. nördlichen Breitengrad). Von den Strömen wurde der Mississippi seit 1879 den Beobachtungen einer besonderen Kommission unterstellt, seit 1888 hat aber eine hydrographische Abteilung der „Geological Survey“ solche Beobachtungen auf alle anderen Ströme ausgedehnt. An Forschungsreisen einzelner im Unionsgebiet sind aber noch zu verzeichnen die von Michaug (1802 und 1803), Bromme (1832), Shell (1841 und 1845), Gugot (1860-90) und Deckert (1848-99) im appalachischen Gebirgs- und Niederlande, die des Prinzen von Wied (1832-33) im Ohio- und Missourigebiet und die des Botanikers Ruttall (seit 1810), des Ornithologen Audubon (seit 1810) und des Ethnologen Gatlin (seit 1832) fast in der ganzen Ausdehnung der damaligen Union. In dem britischen Nordamerika galten die Anstrengungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem noch der Feststellung der nördlichen Umrisslinie des Kontinents und der nordwestlichen Durchfahrt, und es wurden zu diesen Zweck die berühmten Expeditionen von Roß und Barry (1818-35), Franklin und Richardson (1819-26), Back (1832-34), Deafe und Gimpson (1837-39), Franklin und Grozier (1846-1848), Rae (1846-47) und Mc Clure (1851-53) unternommen. Nicht minder wurde aber im Inneren der Landesnatur sowie der Besiedelungsfähigkeit und den Hilfsquellen nachgeforscht, durch Gesner (1838) in Neubraunschweig und Neuschottland, Logan (seit 1842) im Lorenzgebiet, Rind und W. Dawson (1857) am Winnipegsee, Palliser (1857) am Gastaschewan und im Felsengebirge, Lord (1860) in Britisch-Columbia. Unter Logan wurde auch die fanatische „Geological und Natural History Survey“ ins Leben gerufen, und deren Leitern und Mitgliedern ist die Erweiterung und Vertiefung der Landeskenntnis in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ganz wesentlich du danken: Gelwyn, Dawson (seit 1874), Mc Connell und Ogilvie in der Kordillerengegend bis zum Jukon, R. Bell (seit 1857), Macoun, Low und Tyrell in den Landschaften an der Hudsonbai und auf der Halbinsel Labrador. Im Übrigen machten der Missionar Petitot sowie R. Bell am „Großen Bärensee“ und Pike (1889), sowie Sansburg (1898) nördlich und östlich vom „Großen Sklavensee“, Wilcor, Coleman und Collie auf den Selkirk und Rocky Mountains Beobachtungen. Alaska und das Jukongebiet durchforschten zuerst die Hudsonbaibeamten R. Campbell und J. Bell (1840-47) und der Russe Gagostin (1842-44), ferner Dall (seit 1865), Whymper (1867), Raymond (1869), Krause (1882), Schwatka (1883), Allen (1887); die Eliasalpen insbesondere Karr (1890), Russell (seit 1891) und der Prinz Luigi Amadeo von Savoyen (1897), welch letzteren die Ersteigung des höchsten Gipfels gelang. Eie Ära eifriger Entdeckerarbeit begann daselbst aber mit der Erschließung der Goldfelder von Klondike, und namentlich dehnten die vereinsstaatliche ebenso wie die kanadische Landesuntersuchung ihre Aufnahmen durch Dall, Becker, Hanes, Mc Connell, Schrader, Brooks u.a. nunmehr auf die unwirtlichen Landstriche am Kap Prinz Wales und im inneren Gebirgsland aus. Im spanischen Nordamerika war der Entdeckergeist nach der vollendeten Conquista gründlich erlahmt, und erst am Anfang des 19. Jahrhunderts, als das kurzsichtige spanische Kolonialsystem bereits zu wanken begann, geschah daselbst wieder Nennenswertes. Vor allem stellte Humboldt 1801 und 1804 auf Cuba und 1803 in Mexiko Bahnbrechende Beobachtungen an, und in seinen Fußstapfen gingen auf der westindischen Hauptinsel De la Cagra (1842), Poey (1851), Pichardo (1854) und De la Torre (1856), in Mexiko aber Bufart (1825-34), Mühlenpfordt (1827), Heller (1845), Müller (1856) sowie Dollfus und Monsferrat (1862) und in Mittelamerika Wagner und Scherzer (1853) einher. Als neuere Forschungsreisende, die das Wissen von dem Erdraum auf die Höhe der Gegenwart zu bringen bemüht waren, schlossen sich aber an: Gundlach auf Cuba (1842-96), Gabb auf Haiti sowie in Mittelamerika (seit 1869), Eggers und Cleve auf den Jungferninseln und Puerto Rico (1875), Agassiz auf den Bahamas (1877), Martin auf den niederländischen Antillen (1884), Hill auf Cuba und Jamaika (1894), Deckert auf Cuba, Haiti und den Inseln über dem Winde (seit 1896), Charnay (seit 1858), Lenk (1887), Geser (seit 1887) in Mexiko und Rockstroy (1878), Stoll (1878-83), Pittier (1890) und Gapper (1888-99) in Mittelamerika. In Mexiko wurde 1888 auch eine systematische Landesuntersuchung organisiert, in welcher Barcena, Aguilera und Ordonez in hervorragender Weise tätig waren. |
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